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Paul Wunderlich, Sommer

Zum Spätsommer den “SOMMER” mit Sommerrabatt.

Preis im September: 1800,00 €

 

Original-Japanholzschnitt in Farben von 28 Holzstöcken. Holzschneider Takashi Niinomi, gedruckt bei Ken’ichi Kubota, Tokio. Auf Japanpapier, Papierformat 53 x 40 cm. Auflage 200 Exemplare, nummeriert und handsigniert.

Der Japanholzschnitt ist stets das Werk von vier Personen:
1. Der Verleger
erteilt den Auftrag, bestimmt dadurch sehr wesentlich die Entwicklung, finanziert die kostspielige Anfertigung der Stöcke, den
Druck und sorgt für die Verbreitung.
2. Der entwerfende Künstler
beginnt mit einer locker hingezeichneten Ideenskizze, überträgt sie mit präzisen Pinselstrichen in Tusche auf ein dünnes
Minogami-Papier und übergibt die Zeichnung dem
3. Holzschneider
der sie mit der Bildseite nach unten auf einen Holzstock aus Kirschholz klebt. Durch leichtes Einölen wird das an sich schon transparente Papier so durchsichtig gemacht, dass die Linienzüge von der Rückseite mit scharfen Messern haarfein umschnitten werden können. Der Grund dazwischen wird ausgehoben, die Zeichnung bei dieser Prozedur zerstört. Die so entstandene Strichplatte wird vom
4. Drucker
übernommen und ergibt eingefärbt erste Abdrucke; diese erhält der entwerfende Künstler zurück, um in die einzelnen Flächen exakt die gewünschten Farben einzutragen; dies geschieht durch schriftliche Eintragung der klassischen Farbbezeichnungen. Danach stellt der Holzschneider die Farbplatten her: für jede Farbe muss ein eigener Holzstock geschnitten werden. Exakte
Passmarken an den Stöcken (Kento) ermöglichen nun dem Drucker den Zusammendruck der verschieden eingefärbten Platten in höchster Sorgfalt. Das leicht angefeuchtete Papier wird zu diesem Zweck auf den Holzstock gelegt und im Allgemeinen mit einem Reiber (Baren), einem flachen und elastischen Instrument, angepresst. So entsteht Farbe für Farbe das vollständige Werk.
Walter Koschatzky, in: Die Kunst der Graphik. Salzburg 1972
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Paul Wunderlich, L’Artiste

Das Fahrrad wird in diesem Jahr 200 Jahre alt.

 

Unser Beitrag dazu: Wunderlichs “Radfahrer”

 

Der Künstler nimmt das Symbol des Glücksrads oder des Lebensrads als Thema. Da ist der Kontrast zwischen dem Konstrukt der Maschine und den organischen Formen des menschlichen Körpers. Da ist die Neutralität der Technik und die Passion des Menschen. Da ist die jähe Stille im Moment der Bewegung. Da ist das bemühte Ringen um Fortkommen, das gewünschte Ziel zu erreichen.

Paul Wunderlich erschafft durch fragmentarische Formen, Harmonie und Sensibilität diese subtile Skulptur.

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